Im Gespräch erzählt Faraz Shariat, warum es im Film nicht nur um rechte Gewalt, sondern auch um die Strukturen dahinter geht. Wen schützt der Staat, und was passiert, wenn diejenigen, die Recht durchsetzen sollen, selbst Teil dieser Strukturen sind?
Khaled El Mahmoud bringt eine juristische Perspektive auf diese Fragen mit und spricht über die blinden Flecken eines Rechtssystems, das sich gerne als neutral und „farbenblind“ versteht. Der Film wird dabei zum Ausgangspunkt für ein Gespräch über Recht, Macht und die Frage, wessen Perspektiven sichtbar werden.
Diese Fragen stehen auch im Zentrum des Critical Legal Training (CLT) Programms des ECCHR: Im CLT setzen sich Menschen mit Recht als gesellschaftlichem Machtinstrument auseinander und lernen, wie sie juristische Mittel nutzen können, um für Menschenrechte einzutreten und Machtverhältnisse kritisch zu hinterfragen.
Welche Geschichten über Deutschland werden erzählt? Und was verändert sich, wenn man sie aus einer anderen Perspektive betrachtet? Darüber sprechen Faraz Shariat und El Mahmoud in der neuen Folge von „Framing Human Rights“.