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... zu unserer Palästina Fallarbeit ❹

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Der palästinensischen Kläger Abed J. aus Gaza hat in Deutschland Verfassungsbeschwerde gegen deutsche Rüstungsexporte nach Israel eingereicht. Gemeinsam mit dem palästinensischen Künstler Fuad Alymani haben wir seiner Stimme Raum gegeben: 400 gemalte Bilder begleiten die Worte von Abed J. – einen Auszug aus seiner eidesstattlichen Erklärung.

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Fuad Alymani: "Wenn meine Kunst dazu beitragen kann, ihre Geschichten zu erzählen, auch nur ein wenig, dann habe ich das Gefühl, etwas Bedeutungsvolles zu tun."

Fuad Alymani über seine Arbeit

"Als palästinensischer Künstler wurzelt meine Arbeit tief in unserer Geschichte, Kultur und politischen Realität. Die Auseinandersetzung mit diesen Themen lässt mich unsere Erfahrungen besser begreifen, die ich in meiner Kunst zum Ausdruck bringe. Als ich von diesem Projekt erfuhr, fühlte es sich sofort bedeutungsvoll an. Es thematisiert Gaza, Familien, die ums Überleben kämpfen, und das Leben unter Besatzung – Themen, die in meiner Arbeit zentral sind und mir sehr am Herzen liegen. Deshalb war es für mich selbstverständlich und wichtig, Teil davon zu sein.

Ich glaube, dass ehrliche Kunst die Kraft hat, Menschen zu bewegen – Augen zu öffnen, Herzen zu berühren und Wahrheiten zu vermitteln, die sonst ignoriert werden. Ich sehe es als meine Verantwortung an, solche Kunst zu schaffen. Sie gibt jenen Präsenz und Stimme, die ungehört bleiben, jenen unter den Trümmern, jenen, die eine Realität leben, die die Welt oft nicht sehen will. Wenn meine Kunst dazu beitragen kann, ihre Geschichten zu erzählen, auch nur ein wenig, dann habe ich das Gefühl, etwas Bedeutungsvolles zu tun.

In Momenten wie diesen wird Kunst unerlässlich. Sie bewahrt Erinnerungen, erzählt Geschichten und hält die kleinen Details fest, die Geschichtsbücher oft vergessen. Sie hilft künftigen Generationen zu verstehen, was geschehen ist – nicht nur durch Fakten, sondern durch Gefühle. Kunst kann informieren, inspirieren und Menschen dazu bringen, anders zu sehen… und vielleicht eines Tages dazu beitragen, eine friedlichere und gerechtere Zukunft zu schaffen. Das ist die Hoffnung, die uns Halt gibt."

Fuad Alymani, der in Palästina und Schweden Kunst studierte und heute in Prag lebt, arbeitet zu Identität, Zugehörigkeit und den Folgen der Besatzung. Seine Bilder sind keine Illustration – sie sind eine eigenständige künstlerische Antwort.

Mehr über die Arbeit von Fuad Alymani: instagram/fuad_alymani

Zur Situation des Klägers

Abed J. war vor dem 7. Oktober 2023 Ingenieur und betrieb einen Laden in Rafah. Im April 2024 verlor er seine Frau, eine Menschenrechtsanwältin, seine anderthalbjährige Tochter und sechs weitere Familienangehörige bei einem israelischen Luftangriff. Im Dezember 2024 starben sein Vater und drei Brüder. Er lebt heute mit seiner Mutter und seiner Schwester in einem Vertriebenenlager in al-Mawasi – einer von Israel als „sichere Zone" ausgewiesenen Region im Süden Gazas. Dennoch verübt Israel dort regelmäßig Angriffe. Seine Wohnung in Rafah wurde – wie die gesamte Nachbarschaft – vollständig zerstört.

Nun klagt Abed J. vor dem Bundesverfassungsgericht [1] gegen deutsche Rüstungsexporte nach Israel, nachdem die Fachgerichte seine Eilanträge abgelehnt hatten.

Danke

Solche Kooperationen erlauben uns, neue Wege zu gehen und Stimmen Raum zu geben, die sonst ungehört blieben. Teilen Sie das Video, Fuads Arbeit – und somit Abed's Aussage. Tragen Sie dazu bei, dass seine Geschichte gehört wird.

Fuad Alymanis Werke werden unsere Arbeit zu diesem Thema auch künftig visuell begleiten – dafür sind wir ihm sehr dankbar.

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